SequiSoft GmbH · SimpleClicks — DSGVO-Dokumentation

SequiSoft GmbH · SimpleClicks

DSGVO-Dokumentation der Datenverarbeitung

Allgemeingültige technische Beschreibung, welche Daten SimpleClicks erhebt, wohin sie übertragen werden und wo sie gespeichert sind. Gilt für alle Kundeninstallationen und dient als Grundlage für Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsvertrag und Verarbeitungsverzeichnis. Das Dokument kann als PDF exportiert und an Endkunden weitergegeben werden.

Stand Juli 2026 · Version 1.0

1.Überblick & Rollen

SimpleClicks ist eine Lösung für das Flottenmanagement von Druck- und Multifunktionsgeräten. Ein lokal installierter Agent liest im Kundennetz technische Betriebsdaten der Geräte aus — im Wesentlichen Zählerstände, Verbrauchsmaterialstände und Störmeldungen — und überträgt sie an den Agent Manager, der für jeden Kunden auf einer eigenen, dedizierten Serverinstanz betrieben wird. Aus diesen Daten entstehen Abrechnung, Verbrauchsmaterial-Nachbestellung, Service-Tickets und Statistiken.

Der ganz überwiegende Teil der verarbeiteten Daten ist gerätebezogen und weist keinen Personenbezug auf. Personenbezug entsteht punktuell dort, wo Geräte einzelnen Arbeitsplätzen zugeordnet sind, wo Ansprechpartner hinterlegt werden und wo Benutzerkonten der Weboberfläche geführt werden.

Verantwortlicher

Der Kunde (Betreiber der Geräte und des Netzwerks)

Entscheidet über Zwecke und Mittel der Verarbeitung, wählt die überwachten Geräte aus und pflegt Standort-, Ansprechpartner- und Benutzerdaten.

Auftragsverarbeiter

Betreuender Systemhaus-/Fachhandelspartner und/oder SequiSoft GmbH — abhängig vom Betriebsmodell

Die genaue Rollenverteilung richtet sich nach dem gewählten Betriebsmodell (siehe Betrieb & Hosting). Bei Hosting durch SequiSoft auf IONOS betreut der Systemhauspartner die Anwendung fachlich über das Web-Frontend, SequiSoft wartet die Serverinstanz auf Systemebene. Betreibt der Systemhauspartner die Instanz selbst, übernimmt er allein die Auftragsverarbeitung; SequiSoft stellt dann nur die Software bereit und hat keinen Datenzugriff. Alle Beteiligten handeln ausschließlich weisungsgebunden.

Unterauftragsverarbeiter

IONOS SE (sofern Hosting bei IONOS erfolgt)

Stellt die virtuelle Serverinstanz (VPS) inklusive Rechenzentrumsbetrieb bereit, sofern das Hosting bei IONOS erfolgt. Kein inhaltlicher Zugriff auf die Anwendungsdaten im Regelbetrieb. Bei Eigenbetrieb durch den Systemhauspartner entfällt diese Rolle oder wird durch den jeweiligen Hosting-Anbieter des Partners ersetzt.

Betroffene

Beschäftigte und Ansprechpartner des Kunden

Soweit Geräte einem Arbeitsplatz zugeordnet, Ansprechpartner benannt oder Benutzerkonten für die Weboberfläche angelegt sind.

2.Gegenstand und Zweck der Verarbeitung

Zweck und Gegenstand der Verarbeitung beim Einsatz von SimpleClicks.

Im Rahmen des Einsatzes von SimpleClicks werden technische Betriebsdaten von Druck- und Multifunktionsgeräten automatisiert erfasst und verarbeitet. Zweck der Verarbeitung ist die Ermittlung von Zählerständen zur vertragsgemäßen Abrechnung, die Überwachung von Verbrauchsmaterialien zur rechtzeitigen Nachbestellung, die Erkennung von Störungen zur Auslösung von Serviceleistungen sowie die Erstellung von Auswertungen über den Gerätebestand. Inhalte von Druck-, Kopier-, Scan- oder Faxaufträgen werden nicht erfasst. SimpleClicks ist vollständig unabhängig von der Druckwarteschlange (Spooler) der Geräte; es besteht keinerlei Verbindung zu dieser. Druckaufträge werden nicht ausgelesen, mitgelesen oder gespeichert, und es wird nicht erfasst, wer was, wann oder wo druckt. Diese Dokumentation beschreibt die Verarbeitungstätigkeit vollständig und kann vom Verantwortlichen sowie vom Auftragsverarbeiter als Grundlage für das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO verwendet werden; sie enthält Zwecke, Kategorien betroffener Personen und Daten, Empfänger, Übermittlungswege, Aufbewahrung und technisch-organisatorische Maßnahmen. Zentrale Kontaktadresse für den Datenschutz ist dsgvo@sequisoft.com. Ein darüber hinaus separat benannter Datenschutzbeauftragter nach § 38 BDSG wird nicht vorgehalten; datenschutzrechtliche Anfragen werden zentral über diese Kontaktadresse bearbeitet.

3.Datenfluss

Von der SNMP-Abfrage am Gerät bis zur Auswertung auf der kundeneigenen Serverinstanz.

Netzwerk des KundenServerinstanz (Agent Manager)Drucker / MFPZählerstände, Toner-füllstände, Störcodes,Seriennummer, IP / MACWeitere GeräteErkennung per Echo (7)und ICMP-PingThinAgentMeldet über AMQPS,TLS-verschlüsseltSimpleClicks AgentSammelt lokal, puffertund sendet im Intervall.Keine Dokument-inhalte, unabhängigvon der Druck-Queue.SNMP 161Traps 162Echo 7 / ICMPAMQPS 5671Agent ManagerNimmt Agentdaten an,verarbeitet undhistorisiert sie.DatenbankGeräte, Zähler, VBM,Tickets, Benutzerkonten,EreignisseWeboberflächeHTTPS 443,Anmeldung erforderlichHTTPS 443ausgehend, TLSalternativ MailSMTP → POP3 / IMAPBenachrichtigungSMTP 25 / 465 / 587an hinterlegteEmpfängeradressenAuswertungAbrechnung, VBM-Bestellung, TicketsERP des PartnersAbruf über SOAP / WSDL,HTTPS 443 — eigenerVerantwortungsbereichSämtliche Verbindungen nach außen werden vom Agent initiiert — es sind keine eingehenden Firewall-Regeln nötig.

4.Datenkategorien

Je Datenfeld: Quelle, Zweck, Personenbezug, Übertragungsweg und Speicherort.

Gerätestammdaten

Identifizieren das einzelne Gerät in der Flotte. Ohne Zuordnung zu einer Person rein technisch.

Hersteller, Modell, Seriennummerkein Personenbezug
Quelle
SNMP-Abfrage des Geräts
Zweck
Eindeutige Identifikation, Vertrags- und Abrechnungszuordnung
Übertragungsweg
Gerät → Agent (SNMP) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz
Firmware-/Softwarestand, installierte Optionenkein Personenbezug
Quelle
SNMP-Abfrage des Geräts
Zweck
Wartung, Fehleranalyse, Kompatibilitätsprüfung
Übertragungsweg
Gerät → Agent (SNMP) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz
Geräte-IP-Adresse, MAC-Adresse, Hostnamemittelbar
Quelle
Netzwerk-Discovery und SNMP
Zweck
Erreichbarkeit des Geräts, Zuordnung im Netzwerk
Übertragungsweg
Gerät → Agent (Echo/ICMP/SNMP) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz

Betriebs- und Verbrauchsdaten

Der eigentliche Nutzzweck von SimpleClicks. Aggregierte Zähler- und Füllstandswerte je Gerät, keine Dokumentinhalte.

Zählerstände (Gesamt, S/W, Farbe, Formate)mittelbar
Quelle
SNMP-Abfrage des Geräts
Zweck
Klickabrechnung, Verbrauchsstatistik, Vertragscontrolling
Übertragungsweg
Gerät → Agent (SNMP) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz, historisiert
Verbrauchsmaterial- und Tonerfüllstände, Schachtfüllständekein Personenbezug
Quelle
SNMP-Abfrage des Geräts
Zweck
Automatische Nachbestellung, Schwellwert-Benachrichtigung
Übertragungsweg
Gerät → Agent (SNMP) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz, historisiert
Störmeldungen, Fehlercodes, Gerätestatus, SNMP-Trapskein Personenbezug
Quelle
SNMP-Abfrage und Trap-Empfang (Port 162)
Zweck
Störungserkennung, Service-Ticket-Auslösung
Übertragungsweg
Gerät → Agent (SNMP/Trap) → Agent Manager (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz

Organisations- und Kontaktdaten

Vom Kunden gepflegte Zuordnungen. Hier liegt der wesentliche Personenbezug der Lösung.

Kunde, Standort mit vollständiger Anschrift (Straße, PLZ, Ort), Gebäude, Abteilung, Raum/Kostenstellemittelbar
Quelle
Manuelle Pflege durch den Kunden bzw. Fachhandel
Zweck
Zuordnung von Geräten und Kosten zu Organisationseinheiten, Disposition von Servicetechnikern und Materiallieferungen
Übertragungsweg
Eingabe in der Weboberfläche; Übertragung zur Serverinstanz per HTTPS
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz
Ansprechpartner: Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummerdirekt
Quelle
Manuelle Pflege durch den Kunden bzw. Fachhandel
Zweck
Benachrichtigungen, Service-Kommunikation, Ticketbearbeitung
Übertragungsweg
Eingabe in der Weboberfläche; Versand per SMTP
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz
E-Mail-Adressen der Benachrichtigungsempfänger und Empfängergruppendirekt
Quelle
Konfiguration im Agent bzw. Agent Manager
Zweck
Zustellung von Warn-, Bestell- und Störungsmeldungen an konkrete Personen im Unternehmen
Übertragungsweg
Eingabe/Konfiguration → Serverinstanz (HTTPS); Versand Agent/Manager → SMTP-Server → Empfänger
Speicherort
Konfiguration auf Agent und Serverinstanz

Benutzer- und Zugangsdaten

Konten für die Bedienung der Weboberflächen sowie technische Zugänge zwischen den Komponenten.

Benutzerkonto der Weboberfläche: Login, Passwort-Hash, Rolledirekt
Quelle
Anlage durch Administrator
Zweck
Authentifizierung und Rechtevergabe
Übertragungsweg
Browser → Weboberfläche (HTTPS)
Speicherort
Datenbank der jeweiligen Instanz
Technischer Agent-Zugang zum Server (Login/Passwort)kein Personenbezug
Quelle
Konfiguration bei der Inbetriebnahme
Zweck
Authentifizierung des Agenten gegenüber dem Manager
Übertragungsweg
Agent → Manager (HTTPS)
Speicherort
Agent-Konfiguration und Serverinstanz
SNMP-Community-Strings bzw. SNMPv3-Zugangsdatenkein Personenbezug
Quelle
Konfiguration im Agent
Zweck
Zugriff auf die Geräteinformationen
Übertragungsweg
Agent → Gerät (SNMP)
Speicherort
Agent-Konfiguration
Postfachzugang für Mail-Synchronisierung (POP3/IMAP)kein Personenbezug
Quelle
Konfiguration im Agent Manager
Zweck
Abholung von Agentdaten, wenn kein direkter HTTPS-Weg besteht
Übertragungsweg
Manager → Mailserver (POP3/IMAP)
Speicherort
Serverinstanz

Protokoll- und Ereignisdaten

Technische Nachweise über Systemvorgänge. Können mittelbar Rückschlüsse auf handelnde Personen zulassen.

Anwendungs- und Synchronisationsprotokollemittelbar
Quelle
Agent und Agent Manager
Zweck
Fehlersuche, Nachweis der Datenübertragung, Support
Übertragungsweg
Lokal auf Agent bzw. Serverinstanz; Weitergabe nur im Supportfall
Speicherort
Dateisystem der jeweiligen Instanz
System-Ereignisse, Ticket-Historie, Änderungsverlaufmittelbar
Quelle
Anwendung
Zweck
Nachvollziehbarkeit von Servicevorgängen
Übertragungsweg
Innerhalb der Serverinstanz
Speicherort
Datenbank der Kunden-Serverinstanz
Webserver-Zugriffsprotokolle (IP, Zeitstempel, Aufruf)direkt
Quelle
Webserver der Serverinstanz
Zweck
Betriebssicherheit, Missbrauchserkennung
Übertragungsweg
Browser → Serverinstanz
Speicherort
Dateisystem der Serverinstanz
Support-Logdateien (Störungs- und Fehleranalysedaten)mittelbar
Quelle
Agent Manager, auf Anforderung erzeugt
Zweck
Analyse von Störungen und Fehlfunktionen durch SequiSoft im Supportfall
Übertragungsweg
Serverinstanz → SequiSoft (manuell, im Supportfall). Alle E-Mail-Adressen in den Logdateien werden vor Übertragung durch Platzhalter (X) unkenntlich gemacht.
Speicherort
Vorübergehend bei SequiSoft zur Fehleranalyse; anschließend gelöscht

Kategorien betroffener Personen und Daten

Betroffen sind Beschäftigte und benannte Ansprechpartner des Verantwortlichen. Verarbeitet werden: Gerätestammdaten (Hersteller, Modell, Seriennummer, Firmwarestand), Netzwerkkennungen der Geräte (IP-Adresse, MAC-Adresse, Hostname), Betriebs- und Verbrauchsdaten (Zählerstände, Verbrauchsmaterialstände, Störmeldungen), organisatorische Zuordnungsdaten einschließlich der vollständigen Anschriften der Kundenstandorte (Straße, Postleitzahl, Ort, Gebäude, Abteilung, Kostenstelle), Kontaktdaten benannter Ansprechpartner (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer), E-Mail-Adressen der hinterlegten Benachrichtigungsempfänger, Benutzerkonten der Weboberfläche (Login, Passwort-Hash, Rolle) sowie technische Protokolldaten. Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO werden nicht verarbeitet.

Was ausdrücklich nicht verarbeitet wird

  • Druckaufträge, Druckwarteschlangen (Spooler) oder Druck-Logs — SimpleClicks ist vollständig unabhängig von der Druckwarteschlange und hat keinerlei Verbindung zu dieser
  • Zuordnungen von Druckaufträgen zu Personen — es wird nicht erfasst, wer was, wann oder wo druckt
  • Inhalte von Druck-, Scan-, Kopier- oder Faxaufträgen
  • Dokumentnamen oder Dateiinhalte der Geräte
  • Bildschirm- oder Tastatureingaben an Arbeitsplätzen
  • Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO
  • Standortdaten von Personen

5.Rechtsgrundlage

Die Verarbeitung erfolgt zur Erfüllung eines Vertrages bzw. zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO sowie zur Wahrung berechtigter Interessen an einem sicheren, wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb der Gerätelandschaft gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Soweit die Verarbeitung im Beschäftigungsverhältnis erfolgt, findet ergänzend § 26 BDSG Anwendung. Eine Verarbeitung zu anderen Zwecken findet nicht statt: Die Daten werden nicht für das Training von KI- oder Machine-Learning-Modellen genutzt, nicht zu Werbe- oder Analysezwecken ausgewertet und nicht an Dritte verkauft. Es findet weder Profiling im Sinne des Art. 4 Nr. 4 DSGVO noch eine automatisierte Entscheidungsfindung im Einzelfall nach Art. 22 DSGVO statt. Insbesondere erfolgt keine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle einzelner Beschäftigter.

6.Übertragungswege & Sicherheit

Alle Verbindungen, die im Regelbetrieb entstehen — inklusive Protokoll, Port, Richtung und Absicherung.

AgentGerät / MFPSNMP · Port 161 (TCP/UDP)
Richtung
ausgehend im LAN
Absicherung
SNMPv3 mit Authentifizierung und Verschlüsselung, sofern vom Gerät unterstützt
Übertragener Inhalt
Zählerstände, Füllstände, Status, Gerätestammdaten
Gerät / MFPAgentSNMP Trap · Port 162 (TCP/UDP)
Richtung
eingehend im LAN
Absicherung
Nur innerhalb des Kundennetzes
Übertragener Inhalt
Ereignis- und Störmeldungen
AgentGerät / MFPEcho / ICMP · Port 7 (TCP/UDP) / ICMP
Richtung
ausgehend im LAN
Absicherung
Nur innerhalb des Kundennetzes
Übertragener Inhalt
Gerätesuche und Erreichbarkeitsprüfung
AgentAgent Manager / Händler-ServerHTTPS · Port 443 (alternativ 5443, 8443)
Richtung
ausgehend ins Internet
Absicherung
TLS-verschlüsselt, Authentifizierung über Agent-Login; Bandbreitenbegrenzung möglich
Übertragener Inhalt
Gesammelte Geräte-, Zähler-, VBM- und Ereignisdaten
AgentPostfach des Agent ManagersSMTP (Mail-Kanal, optional) · Port 25 / 465 / 587
Richtung
ausgehend ins Internet
Absicherung
SSL/TLS bzw. STARTTLS je nach Mailserver
Übertragener Inhalt
Agentdaten als Anhang mit festem Betreff, wenn kein direkter Web-Zugriff besteht
Agent ManagerMailserver (Posteingang)POP3 / IMAP · Port 110 / 995 bzw. 143 / 993
Richtung
ausgehend
Absicherung
SSL/TLS empfohlen
Übertragener Inhalt
Abholung der per Mail übertragenen Agentdaten
ThinAgentSimpleClicks-DienstAMQPS · Port 5671 (TCP/UDP)
Richtung
ausgehend
Absicherung
TLS-verschlüsselte Nachrichtenverbindung
Übertragener Inhalt
Nachrichten- und Statusdaten des ThinAgent
Agentupdate.simpleclicks.deHTTPS · Port 443
Richtung
ausgehend ins Internet
Absicherung
TLS-verschlüsselt
Übertragener Inhalt
Dieselben Datenkategorien wie bei der Übertragung Agent → Agent Manager (Gesammelte Geräte-, Zähler-, VBM- und Ereignisdaten), jedoch über ein anderes Protokoll und ein anderes Medium
Agent / ManagerSMTP-Server des KundenSMTP · Port 25 / 465 / 587
Richtung
ausgehend
Absicherung
SSL/TLS bzw. STARTTLS je nach Konfiguration
Übertragener Inhalt
Benachrichtigungen an hinterlegte Empfängeradressen
Browser des AnwendersWeboberfläche Agent / ManagerHTTPS · Port 443 (alternativ 5443, 8443)
Richtung
eingehend
Absicherung
TLS-verschlüsselt, Benutzeranmeldung erforderlich
Übertragener Inhalt
Bedienung, Auswertungen, Exporte
Agent ManagerERP-System des SystemhauspartnersSOAP / WSDL (Webservice) · Port 443
Richtung
eingehender Abruf durch das ERP-System
Absicherung
TLS-verschlüsselt, Authentifizierung über eigenes Schnittstellenkonto
Übertragener Inhalt
Geräte-, Vertrags-, Zähler- und Standortdaten — Umfang abhängig von der Implementierung des ERP-Herstellers

Grundsätze

  1. 1Der Agent initiiert sämtliche Verbindungen nach außen. Es sind keine eingehenden Firewall-Regeln aus dem Internet in das Kundennetz erforderlich.
  2. 2Die Übertragung zwischen Agent und Server erfolgt über HTTPS auf Port 443. Der unverschlüsselte HTTP-Modus ist ausschließlich für interne Testsysteme vorgesehen und im Produktivbetrieb nicht zulässig; er wird bei Kundeninstallationen nicht freigegeben.
  3. 3Der Zugang des Agenten am Server ist durch ein eigenes Dienstkonto mit Login und Passwort geschützt.
  4. 4Werden die optionalen Mail-Kanäle (SMTP-Versand der Agentdaten, POP3-/IMAP-Abholung) genutzt, sind ausschließlich transportverschlüsselte Verbindungen (SSL/TLS bzw. STARTTLS) einzusetzen. Unverschlüsselte Klartextverbindungen sind im Kundenbetrieb nicht zulässig.
  5. 5Die Weboberflächen sind ausschließlich nach Anmeldung nutzbar; Berechtigungen werden über Rollen gesteuert.
  6. 6Der fachliche Zugriff auf das Web-Frontend liegt beim betreuenden Systemhauspartner. SequiSoft greift ausschließlich auf Systemebene (Betriebssystem, Neustart, Updates) zu und nutzt das Web-Frontend der Kundeninstanz nicht. Ein Einblick in Anwendungsdaten ist auf Systemebene technisch nicht vollständig ausschließbar; er erfolgt nicht bestimmungsgemäß, ausschließlich weisungsgebunden zu Wartungs- und Störungszwecken und ist vertraglich als Auftragsverarbeitung geregelt.
  7. 7Die Verarbeitung findet ausschließlich in Deutschland statt (Rechenzentren Berlin bzw. Baden-Baden). Eine Übermittlung in Drittländer findet nicht statt; auch administrative Fernzugriffe erfolgen ausschließlich aus dem Gebiet der Europäischen Union.
  8. 8Neben Gerätedaten werden auch vom Kunden gepflegte Standortanschriften sowie E-Mail-Adressen der Benachrichtigungsempfänger auf der Serverinstanz gespeichert.
  9. 9Übertragen werden ausschließlich technische Geräte- und Betriebsdaten sowie die vom Kunden gepflegten Organisationsdaten — keine Dokumentinhalte.
  10. 10SimpleClicks ist vollständig unabhängig von der Druckwarteschlange (Spooler) der Geräte. Es besteht keinerlei Verbindung zur Druckwarteschlange; Druckaufträge werden nicht ausgelesen, mitgelesen oder gespeichert. Es wird nicht erfasst, wer was, wann oder wo druckt — eine Zuordnung von Druckaufträgen zu Personen findet nicht statt.
  11. 11Zur Analyse von Störungen und Fehlfunktionen können aus der Anwendung heraus Logdateien erstellt werden, die im Supportfall an SequiSoft übermittelt werden. In diesen Logdateien werden sämtliche E-Mail-Adressen vor der Übertragung automatisch durch Platzhalter (X) unkenntlich gemacht, sodass die konkreten Empfängeradressen für SequiSoft nicht erkennbar sind.
  12. 12Über eine SOAP-/WSDL-Webserviceschnittstelle kann das ERP-System des Systemhauspartners Geräte-, Vertrags- und Zählerdaten aus der Serverinstanz abrufen. Der Abruf erfolgt TLS-verschlüsselt über ein eigenes Schnittstellenkonto. Für die anschließende Speicherung und Aufbewahrung dieser Daten im ERP-System ist ausschließlich der Systemhauspartner verantwortlich.

Art und Weg der Datenübermittlung

Ein im Netzwerk des Verantwortlichen installierter Software-Agent liest die Gerätedaten über das Protokoll SNMP aus und überträgt sie in konfigurierbaren Intervallen an den zugehörigen Server. Die Übertragung erfolgt ausschließlich als ausgehende, TLS-verschlüsselte HTTPS-Verbindung über Port 443. Eingehende Verbindungen aus dem Internet in das Netzwerk des Verantwortlichen sind hierfür nicht erforderlich. Steht kein direkter Web-Zugriff zur Verfügung, kann die Übertragung alternativ über einen verschlüsselten E-Mail-Kanal erfolgen; die Datenpakete werden dabei als Anhang versandt und serverseitig automatisiert verarbeitet.

7.Empfänger & Auftragsverarbeitung

Wer Empfänger der Daten ist und wie die Auftragsverarbeitung geregelt ist.

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen. Welche Stelle als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO tätig wird, richtet sich nach dem gewählten Betriebsmodell (siehe Abschnitt „Betrieb & Hosting"). Sofern das Hosting bei der IONOS SE erfolgt, wird IONOS als Unterauftragsverarbeiter für die Bereitstellung der Serverinfrastruktur eingesetzt. SequiSoft GmbH hat mit der IONOS SE einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO) geschlossen, der die Hosting-Leistungen in den Varianten 1 und 3 abdeckt, in denen SequiSoft GmbH die Instanz verwaltet. Betreibt ein Kunde oder Systemhauspartner die Instanz in einem eigenen IONOS-Konto (Variante 2 oder eigenverantwortliches Hosting), muss der jeweilige Verantwortliche bzw. Auftragsverarbeiter einen eigenen Auftragsverarbeitungsvertrag mit IONOS abschließen. Die Serverinfrastruktur wird ausschließlich in Rechenzentren der IONOS SE in Deutschland betrieben (Standorte Berlin und Baden-Baden). Eine Übermittlung in Drittländer außerhalb der Europäischen Union findet nicht statt. Eine Nutzung der Daten zu eigenen Zwecken der beteiligten Verarbeiter, insbesondere zu Werbe- oder Analysezwecken, erfolgt nicht. Ein aktuelles Verzeichnis der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter wird von SequiSoft GmbH geführt und ist auf Anfrage unter dsgvo@sequisoft.com erhältlich.

Mandantentrennung

Für jeden Auftraggeber wird eine eigene, dedizierte Serverinstanz mit separater Anwendung und separater Datenbank betrieben. Eine gemeinsame Speicherung von Daten mehrerer Auftraggeber in einer Datenbank findet nicht statt. Die Trennung erfolgt somit bereits auf Ebene der Systeminstanz und nicht ausschließlich logisch innerhalb einer Anwendung.

8.Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im Auftrag und nach dokumentierter Weisung des Verantwortlichen. Die nachfolgende Verarbeitungskette und die Pflichtinhalte nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO sind für jeden Einsatzfall vertraglich abzubilden.

Verarbeitungskette

Verantwortlicher

Der Kunde

Bestimmt Zwecke und Mittel, erteilt die Weisungen und schließt den Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem betreuenden Systemhaus-/Fachhandelspartner.

Auftragsverarbeiter

Systemhaus-/Fachhandelspartner

Betreut die Anwendung fachlich über das Web-Frontend, pflegt Standorte, Ansprechpartner und Benachrichtigungsempfänger und bindet weitere Stellen nur mit Genehmigung des Verantwortlichen ein.

Unterauftragsverarbeiter

SequiSoft GmbH

Stellt die Software bereit und verwaltet in den Varianten 1 und 3 die Serverinstanz auf Systemebene. In Variante 2 (Eigenbetrieb des Partners) besteht dieses Unterauftragsverhältnis für den Betrieb nicht.

Weiterer Unterauftragsverarbeiter

IONOS SE, Montabaur

Stellt die virtuelle Serverinstanz und den Rechenzentrumsbetrieb bereit (Standorte Berlin bzw. Baden-Baden). Mit IONOS besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag; in Variante 3 schließt der Kunde diesen selbst ab.

Pflichtinhalte des Auftragsverarbeitungsvertrags

Weisungsbindung

Personenbezogene Daten werden ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen verarbeitet, einschließlich der Frage einer Übermittlung an Dritte. Ist eine Verarbeitung gesetzlich vorgeschrieben, wird der Verantwortliche vor der Verarbeitung informiert, sofern das Gesetz dies nicht verbietet.

Vertraulichkeit des eingesetzten Personals

Alle zur Verarbeitung befugten Personen sind zur Vertraulichkeit verpflichtet bzw. unterliegen einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. Die Verpflichtung erfolgt schriftlich und gilt über das Beschäftigungsverhältnis hinaus.

Sicherheit der Verarbeitung

Es werden technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO getroffen und auf Verlangen nachgewiesen (siehe Abschnitt Technische und organisatorische Maßnahmen).

Einbindung weiterer Unterauftragsverarbeiter

Weitere Unterauftragsverarbeiter werden nur mit vorheriger gesonderter oder allgemeiner schriftlicher Genehmigung des Verantwortlichen eingebunden. Beabsichtigte Änderungen werden rechtzeitig mitgeteilt, sodass der Verantwortliche widersprechen kann. Die Verpflichtungen werden dem Unterauftragsverarbeiter vertraglich in gleichem Umfang auferlegt.

Unterstützung bei Betroffenenrechten

Bei Anträgen betroffener Personen (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch) wird der Verantwortliche mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen unterstützt. Anfragen, die unmittelbar eingehen, werden nicht selbst beantwortet, sondern unverzüglich weitergeleitet.

Unterstützung nach Art. 32 bis 36 DSGVO

Der Verantwortliche wird bei der Einhaltung der Pflichten zur Sicherheit der Verarbeitung, zur Meldung von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten, zur Benachrichtigung betroffener Personen sowie bei Datenschutz-Folgenabschätzungen und vorherigen Konsultationen unterstützt.

Löschung oder Rückgabe nach Vertragsende

Nach Abschluss der Erbringung der Verarbeitungsleistungen werden die personenbezogenen Daten nach Wahl des Verantwortlichen zurückgegeben oder gelöscht, einschließlich vorhandener Kopien, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Die Löschung umfasst auch Sicherungskopien nach Ablauf des vereinbarten Backup-Zyklus.

Nachweis- und Prüfrecht

Dem Verantwortlichen werden alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO zur Verfügung gestellt. Überprüfungen einschließlich Inspektionen durch den Verantwortlichen oder einen von ihm beauftragten Prüfer sind nach angemessener Ankündigung und ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs zu ermöglichen.

Hinweispflicht bei rechtswidrigen Weisungen

Verstößt eine Weisung nach Auffassung des Auftragsverarbeiters gegen datenschutzrechtliche Vorschriften, wird der Verantwortliche unverzüglich darauf hingewiesen.

Verarbeitungsort und Drittlandbezug

Sämtliche Verarbeitung findet innerhalb Deutschlands statt. Es erfolgt keine Übermittlung in ein Drittland und keine Verarbeitung durch Stellen außerhalb der Europäischen Union. Auch administrative Zugriffe zur Systemwartung erfolgen ausschließlich aus dem Gebiet der Europäischen Union. Übermittlungen nach Kapitel V DSGVO (Standardvertragsklauseln, Angemessenheitsbeschlüsse) sind daher nicht erforderlich.

9.ERP-Schnittstelle (SOAP) und Weitergabe an den Systemhauspartner

Welche Daten das ERP-System des Systemhauspartners abrufen kann und wer danach verantwortlich ist.

SimpleClicks stellt eine Webserviceschnittstelle auf Basis von SOAP/WSDL bereit, über die das Warenwirtschafts- bzw. ERP-System des betreuenden Systemhaus-/Fachhandelspartners Daten aus der Serverinstanz abrufen kann. Abgerufen werden je nach Implementierung insbesondere Gerätestammdaten, Vertrags- und Abrechnungsdaten, Zählerstände, Verbrauchsmaterialstände, Standort- und Kontaktdaten sowie Störmeldungen. Der Abruf erfolgt TLS-verschlüsselt über HTTPS mit einem eigenen Schnittstellenkonto. Welche Datenfelder tatsächlich übernommen und wie sie im ERP-System weiterverarbeitet werden, bestimmt allein der jeweilige ERP-Hersteller bzw. Systemhauspartner durch seine Implementierung; SequiSoft GmbH hat darauf keinen Einfluss und keine Kenntnis über den konkreten Umfang im Einzelfall.

Verantwortlichkeit und Aufbewahrung im ERP-System

Über die SOAP-/WSDL-Schnittstelle kann das ERP-System des Systemhauspartners Geräte-, Vertrags-, Zähler- und Standortdaten aus der SimpleClicks-Serverinstanz abrufen. Sobald die Daten in das ERP-System übernommen wurden, verlassen sie den technischen und organisatorischen Verantwortungsbereich von SequiSoft GmbH und SimpleClicks. Für die Speicherung, Nutzung, Sicherung, Aufbewahrungsdauer und Löschung der übernommenen Daten ist SequiSoft GmbH nicht verantwortlich. Diese Verantwortung liegt ausschließlich beim jeweiligen Systemhauspartner als eigenständig verantwortlicher Stelle bzw. als Auftragsverarbeiter des Verantwortlichen. SequiSoft GmbH hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung im ERP-System und kann zu Art, Umfang und Dauer der dortigen Aufbewahrung keine Angaben machen. Verantwortlicher und Systemhauspartner müssen die Nutzung der Schnittstelle, den übernommenen Datenumfang sowie die Aufbewahrungs- und Löschfristen im ERP-System eigenständig vertraglich regeln — regelmäßig im Rahmen eines gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrags nach Art. 28 DSGVO. Dies gilt ausdrücklich auch über das Ende des Einsatzes von SimpleClicks hinaus: Wird die Nutzung beendet und die SimpleClicks-Serverinstanz abgebaut, können die zuvor per Schnittstelle übernommenen Daten weiterhin im ERP-System des Systemhauspartners vorhanden sein, ohne dass SequiSoft GmbH darauf Einfluss nehmen kann. Eine Verantwortlichkeit oder Haftung von SequiSoft GmbH für die Daten im ERP-System des Systemhauspartners besteht nicht.

10.Betrieb & Hosting

Wie die Serverinstanzen bereitgestellt, getrennt und verwaltet werden.

Eine dedizierte Instanz je Kunde

Jeder Kunde erhält eine eigene virtuelle Serverinstanz (VPS) mit eigener Anwendung und eigener Datenbank. Eine gemeinsame Mandantendatenbank über mehrere Kunden hinweg besteht nicht — die Trennung erfolgt auf Instanzebene.

Drei Betriebsmodelle — je nach Kundenanforderung

SimpleClicks kann in drei Varianten betrieben werden, die sich in der Rollenverteilung unterscheiden. Für jeden Kunden ist vor Einsatz zu dokumentieren, welche Variante greift, da sich daraus die Auftragsverarbeitungsverträge und Unterauftragsverhältnisse ergeben.

Variante 1 — Hosting bei IONOS, verwaltet durch SequiSoft

Die Serverinstanz wird bei der IONOS SE betrieben. SequiSoft ist IONOS-Premium-Agenturpartner und verwaltet die Instanz im Auftrag des Kunden auf Systemebene (Neustart, Betriebssystem- und Anwendungsupdates, Störungsbehebung). Auf das Web-Frontend — und damit auf inhaltliche Daten wie Standorte, Anschriften, Ansprechpartner und Benachrichtigungsempfänger — greift ausschließlich der betreuende Systemhaus-/Fachhandelspartner zu, über personalisierte Benutzerkonten mit Rollenrechten. SequiSoft hat keinen Zugang zum Web-Frontend. IONOS wird als Unterauftragsverarbeiter eingebunden. Ein Einblick in Anwendungsdaten findet durch SequiSoft nicht bestimmungsgemäß statt, ist technisch auf Systemebene aber nicht vollständig ausgeschlossen und daher als Auftragsverarbeitung vertraglich geregelt.

Variante 2 — Eigenbetrieb durch den Systemhauspartner

Der betreuende Systemhauspartner betreibt den Agent Manager in seiner eigenen Infrastruktur und übernimmt damit selbst die Rolle des Auftragsverarbeiters (oder Unterauftragsverarbeiters). SequiSoft hat in dieser Variante keinen Zugriff auf die Serverinstanz und die darauf gespeicherten Daten — weder fachlich über das Web-Frontend noch auf Systemebene. Die Rolle von SequiSoft beschränkt sich auf die Bereitstellung und Aktualisierung der Software sowie ggf. vereinbarten Fern-Support. Ein Unterauftragsverarbeitungsverhältnis mit IONOS besteht nicht, es sei denn, der Systemhauspartner nutzt selbst IONOS als Hosting-Plattform; in diesem Fall ist dies vom Partner gegenüber dem Kunden zu dokumentieren.

Variante 3 — Hosting beim Kunden direkt bei IONOS, Mitverwaltung durch SequiSoft

Der Kunde betreibt die Serverinstanz in einem eigenen IONOS-Konto. Da SequiSoft IONOS-Premium-Agenturpartner ist, kann der Kunde SequiSoft beauftragen, die Instanz mit zu verwalten (Updates, Neustart, Systemwartung) — ohne SequiSoft selbst einen IONOS-Account zu übergeben. In dieser Variante ist IONOS direkt vom Kunden als Unterauftragsverarbeiter eingebunden. SequiSoft agiert als Auftragsverarbeiter mit ausschließlichem Systemebenen-Zugriff; der fachliche Zugriff über das Web-Frontend verbleibt beim betreuenden Systemhauspartner. Die Zugriffstrennung entspricht damit Variante 1, jedoch liegt die vertragliche Hosting-Beziehung zum Rechenzentrum direkt beim Kunden.

Hinweis zur Rollendokumentation

Welche Variante zum Einsatz kommt, muss im Einzelfall dokumentiert werden, da sich daraus ergibt, wer Auftragsverarbeiter ist, ob ein Unterauftragsverarbeitungsverhältnis mit IONOS besteht und welche Zugriffsrechte SequiSoft eingeräumt wurden. Die übrigen Ausführungen dieser Dokumentation beschreiben die Verhältnisse in den Varianten 1 und 3 (IONOS-Hosting mit SequiSoft-Systemverwaltung). In Variante 2 sind die Stellen, die sich auf SequiSoft-Zugriff oder IONOS-Unterauftragsverarbeitung beziehen, entsprechend nicht anzuwenden.

Betriebsmodelle und Rollenverteilung

SimpleClicks kann in drei Betriebsmodellen eingesetzt werden, die sich in der Rollenverteilung unterscheiden. Variante 1 — Hosting bei IONOS, verwaltet durch SequiSoft GmbH: SequiSoft GmbH ist IONOS-Premium-Agenturpartner und verwaltet die Serverinstanz auf Systemebene im Auftrag des Kunden. Der fachliche Zugriff über das Web-Frontend liegt beim betreuenden Systemhaus-/Fachhandelspartner. IONOS wird als Unterauftragsverarbeiter eingebunden. Variante 2 — Eigenbetrieb durch den Systemhauspartner: Der Systemhauspartner betreibt den Agent Manager in eigener Infrastruktur und übernimmt selbst die Auftragsverarbeitung. SequiSoft GmbH hat keinen Zugriff auf die Instanz oder die verarbeiteten Daten; die Rolle von SequiSoft GmbH beschränkt sich auf Softwarebereitstellung und -aktualisierung. Ein IONOS-Unterauftragsverhältnis besteht nur, wenn der Partner selbst IONOS nutzt. Variante 3 — Hosting beim Kunden direkt bei IONOS, Mitverwaltung durch SequiSoft GmbH: Der Kunde betreibt die Instanz in einem eigenen IONOS-Konto und beauftragt SequiSoft GmbH als Premium-Agenturpartner mit der Systemverwaltung. IONOS ist direkt vom Kunden als Unterauftragsverarbeiter eingebunden; die Zugriffstrennung entspricht Variante 1. Für jeden Einsatzfall ist zu dokumentieren, welche Variante gilt, da sich daraus die Auftragsverarbeitungsverträge und Unterauftragsverhältnisse ergeben.

Zugriffskonzept: Fachhandelspartner und Systemadministration

Bei den Betriebsvarianten mit IONOS-Hosting und SequiSoft-Systemverwaltung ist der Zugriff auf die Kundeninstanz zweistufig getrennt. Fachlichen Zugriff über das Web-Frontend der Anwendung — und damit Einsicht in Standortanschriften, Ansprechpartner, Benachrichtigungsempfänger und Auswertungen — hat ausschließlich der betreuende Systemhaus- bzw. Fachhandelspartner des Verantwortlichen, jeweils über personalisierte Benutzerkonten mit rollenbasierten Rechten. SequiSoft GmbH verfügt über keinen Zugang zum Web-Frontend der Kundeninstanz, sondern ausschließlich über einen administrativen Zugang auf Systemebene der virtuellen Serverinstanz. Dieser dient allein dem Betrieb der Plattform, insbesondere Neustart des Servers, Einspielen von Betriebssystem- und Anwendungsupdates sowie Störungsbeseitigung. Eine inhaltliche Auswertung der Anwendungsdaten findet dabei nicht statt; ein technisch nicht ausschließbarer Einblick im Rahmen der Systemadministration ist vertraglich als Auftragsverarbeitung geregelt und durch Verschwiegenheitsverpflichtungen abgesichert. Wird die Instanz vom Systemhauspartner selbst betrieben (Variante 2), hat SequiSoft GmbH überhaupt keinen Zugriff auf die Serverinstanz und die darauf verarbeiteten Daten.

11.Rollen- und Zuständigkeitsmatrix

Wer welche Aufgabe übernimmt, hängt vom gewählten Betriebsmodell ab. Die Matrix bildet die Varianten 1 und 3 (IONOS-Hosting mit Systemverwaltung durch SequiSoft) ab; Abweichungen der Variante 2 sind je Zeile ausgewiesen.

Legende

  • VVerantwortlich — trifft die Entscheidung und trägt die datenschutzrechtliche Verantwortung
  • AAusführend — setzt die Aufgabe operativ um
  • MMitwirkend — unterstützt, liefert Informationen zu
  • IZu informieren — wird über das Ergebnis unterrichtet
  • Nicht beteiligt

Festlegung von Zweck und Mitteln der Verarbeitung

Kunde
V
Systemhauspartner
M
SequiSoft
IONOS

Variante 2: unverändert

Auswahl der überwachten Geräte, Installation des Agenten im Kundennetz

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
M
IONOS

Variante 2: unverändert

Pflege von Standorten, Anschriften, Ansprechpartnern und Benachrichtigungsempfängern

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
IONOS

Variante 2: unverändert

Fachliche Nutzung des Web-Frontends, Benutzer- und Rechteverwaltung

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
IONOS

Variante 2: unverändert

Bereitstellung und Aktualisierung der Software SimpleClicks

Kunde
I
Systemhauspartner
M
SequiSoft
A
IONOS

Variante 2: unverändert

Systemverwaltung der Serverinstanz (Neustart, Betriebssystem- und Anwendungsupdates)

Kunde
I
Systemhauspartner
I
SequiSoft
A
IONOS
M

Variante 2: Systemhauspartner ausführend; SequiSoft nicht beteiligt

Bereitstellung und Betrieb der Serverinfrastruktur (Rechenzentrum)

Kunde
I
Systemhauspartner
SequiSoft
M
IONOS
A

Variante 2: Infrastruktur des Systemhauspartners; IONOS ggf. nicht beteiligt

Konfiguration von Datensicherung, Speicherort und Aufbewahrungsdauer

Kunde
V
Systemhauspartner
M
SequiSoft
A
IONOS
M

Variante 2: Systemhauspartner ausführend; SequiSoft nicht beteiligt

Erstellung und Übermittlung von Support-Logdateien (E-Mail-Adressen maskiert)

Kunde
I
Systemhauspartner
A
SequiSoft
M
IONOS

Variante 2: unverändert

Anbindung des ERP-Systems über die SOAP-/WSDL-Schnittstelle

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
M
IONOS

Variante 2: unverändert

Speicherung und Aufbewahrung der Daten im ERP-System des Partners

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
IONOS

Variante 2: unverändert — SequiSoft ist hierfür in keiner Variante verantwortlich

Beantwortung von Betroffenenanfragen (Auskunft, Löschung, Export)

Kunde
V
Systemhauspartner
M
SequiSoft
M
IONOS

Variante 2: SequiSoft nicht beteiligt

Meldung einer Datenpanne an die Aufsichtsbehörde

Kunde
V
Systemhauspartner
M
SequiSoft
M
IONOS
M

Variante 2: SequiSoft nur bei Vorfällen in eigenen Systemkomponenten beteiligt

Abschluss des Auftragsverarbeitungsvertrags mit dem Hoster (IONOS)

Kunde
I
Systemhauspartner
I
SequiSoft
A
IONOS
M

Variante 2: Systemhauspartner schließt den Vertrag mit seinem Hoster selbst

Dokumentation des geltenden Betriebsmodells je Installation

Kunde
V
Systemhauspartner
A
SequiSoft
M
IONOS

Variante 2: unverändert

12.Standort- und Kontaktdaten des Verantwortlichen

Vom Verantwortlichen gepflegte Organisationsdaten auf der Serverinstanz.

Neben den technischen Gerätedaten werden vom Verantwortlichen gepflegte organisatorische Daten auf der Serverinstanz gespeichert. Dazu gehören die vollständigen Anschriften der Kundenstandorte einschließlich Gebäude-, Abteilungs- und Raumangaben sowie die E-Mail-Adressen der Personen, die Benachrichtigungen über Störungen, Materialbedarf oder Schwellwertüberschreitungen erhalten sollen. Diese Angaben werden über die Weboberfläche erfasst, TLS-verschlüsselt an die Serverinstanz übertragen und dort gespeichert. Sie dienen ausschließlich der Zuordnung von Geräten zu Standorten, der Disposition von Service- und Materialleistungen sowie der gezielten Zustellung von Benachrichtigungen und werden nicht zu anderen Zwecken verwendet.

13.Protokollierung und Support-Logdateien

Nachvollziehbarkeit von Störungen und Umgang mit Support-Logdateien.

Zur Nachvollziehbarkeit von Störungen und Fehlfunktionen können aus SimpleClicks heraus Logdateien erstellt werden. Diese erfassen Systemvorgänge, Synchronisationsereignisse und Fehlermeldungen und werden im Supportfall an SequiSoft GmbH übermittelt, um die Problemfälle zu analysieren. Sämtliche in den Logdateien enthaltenen E-Mail-Adressen — insbesondere die Adressen der Benachrichtigungsempfänger — werden dabei bereits vor der Übertragung automatisch durch Platzhalter (X) unkenntlich gemacht, sodass die konkreten Empfängeradressen für SequiSoft GmbH nicht erkennbar sind. Die Logdateien dienen ausschließlich der technischen Fehleranalyse. Die Aufbewahrung erfolgt größenbasiert: Die maximale Loggröße ist in der Software konfigurierbar; wird die eingestellte Größe erreicht, rotieren die Dateien automatisch über fortlaufende Nummerierungen (Log 1, Log 2, Log 3, …), sodass auch ältere Vorgänge für spätere Fehleranalysen nachvollziehbar bleiben. Da die Inhalte ausschließlich technische Systeminformationen und ausschließlich maskierte E-Mail-Adressen enthalten, hat diese größenbasierte Aufbewahrung keinen datenschutzrechtlichen Bezug. Eine darüber hinausgehende Auswertung, insbesondere ein Personenbezug über die maskierten Adressen hinaus, findet nicht statt. Die im Supportfall an SequiSoft GmbH übermittelten Logdateien werden dort unbegrenzt aufbewahrt. Da sie ausschließlich technische Systeminformationen und bereits maskierte, nicht rückzuordnende E-Mail-Adressen enthalten, ist darin kein personenbezogener Datum im Sinne der DSGVO enthalten; eine datenschutzrechtliche Aufbewahrungsfrist oder Löschpflicht besteht daher nicht.

14.Technische und organisatorische Maßnahmen (Kurzfassung)

Maßnahmen zur Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit in Kurzfassung.

Vertraulichkeit wird durch dedizierte Serverinstanzen je Auftraggeber, rollenbasierte Zugriffskontrolle der Weboberflächen, die Trennung von fachlichem Frontend-Zugriff (Fachhandelspartner) und rein systemtechnischem Administrationszugriff (SequiSoft GmbH), individuelle Dienstkonten für die Agent-Server-Kommunikation und die Beschränkung des administrativen Zugriffs auf benannte Mitarbeitende sichergestellt. Integrität und Vertraulichkeit während der Übertragung werden durch durchgängige TLS-Verschlüsselung sämtlicher Verbindungen über öffentliche Netze gewährleistet; wo die Geräte es unterstützen, wird SNMPv3 mit Authentifizierung und Verschlüsselung eingesetzt. Verfügbarkeit und Belastbarkeit werden durch den Betrieb in einem zertifizierten Rechenzentrum und die Überwachung der Datenzustellung mit automatischer Warnmeldung bei ausbleibenden Agentdaten sichergestellt. Die Weboberfläche verwendet ausschließlich technisch notwendige Session-Mechanismen zur Authentifizierung; es werden weder Tracking- noch Web-Analytics-Cookies eingesetzt, und es findet keine Einbindung Drittanbieter-Cookies statt. Der am Kundenstandort betriebene Agent ist nicht Gegenstand der Zugangssicherheit, da er ohne eigene Benutzeroberfläche ausschließlich lokal im Netzwerk des Verantwortlichen kommuniziert. Der Agent Manager bietet optional die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Anmeldung an der Management-Oberfläche; diese betrifft ausschließlich die Zugriffssicherung auf die Verwaltungsoberfläche der jeweiligen Instanz und ist nicht Teil des übergreifenden Datenverarbeitungs-Konstrukts. Datensicherung erfolgt im Rahmen der Auftragsverarbeitung kundenindividuell: der Verantwortliche kann die Sicherung entweder auf einen eigenen, vom Kunden bereitgestellten Speicherort (Storage) oder auf den IONOS-Storage von SequiSoft GmbH konfigurieren lassen. Sowohl das Backup-Intervall als auch die Aufbewahrungsdauer der Sicherungskopien werden durch den Verantwortlichen festgelegt und sind damit je Installation individuell vereinbart. Eine einheitliche Vorhaltezeit wird von SequiSoft GmbH nicht vorgegeben. Eine Protokollierung administrativer Systemzugriffe durch SequiSoft GmbH auf die Kundeninstanz findet nicht statt, da der administrative Zugriff ausschließlich über die Infrastruktur des Hosting-Providers (IONOS) erfolgt und dort eine entsprechende Protokollierung nicht verfügbar ist; die administrative Tätigkeit ist stattdessen durch die Beschränkung auf benannte Mitarbeitende sowie durch bestehende Verschwiegenheitsverpflichtungen organisatorisch abgesichert. Eine separate Verschlüsselung ruhender Daten auf Datenträgerebene wird nicht vorgehalten; der Schutz ruhender Daten ergibt sich aus der mandantengetrennten Einzelinstanz je Auftraggeber, der Zugriffskontrolle auf System- und Anwendungsebene sowie der physischen und infrastrukturellen Absicherung der IONOS-Rechenzentren.

15.Anhang: Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO

Strukturierter Maßnahmenkatalog nach Schutzzielen — geeignet als Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag.

Zutrittskontrolle (physisch)

Unbefugten den physischen Zugang zu den Verarbeitungsanlagen verwehren.

  • Betrieb der Serverinstanzen ausschließlich in Rechenzentren der IONOS SE in Deutschland (Berlin bzw. Baden-Baden).
  • Physische Sicherung (Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Alarmierung, Brandschutz, unterbrechungsfreie Stromversorgung) durch den Rechenzentrumsbetreiber.
  • Kein physischer Zugriff von SequiSoft auf die Hardware; ausschließlich logischer Fernzugriff.
  • Der lokal betriebene Agent läuft auf einem vom Verantwortlichen bereitgestellten System in dessen eigenen Räumlichkeiten; die Zutrittskontrolle liegt insoweit beim Verantwortlichen.

Zugangskontrolle (Systemzugang)

Verhindern, dass Unbefugte die Systeme nutzen können.

  • Anmeldung an den Weboberflächen ausschließlich mit personalisierten Benutzerkonten; Passwörter werden nur als Hash gespeichert.
  • Optional aktivierbare Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Anmeldung am Agent Manager.
  • Eigenes technisches Dienstkonto für die Kommunikation zwischen Agent und Server.
  • Administrativer Zugang auf Systemebene ausschließlich für benannte Mitarbeitende von SequiSoft.
  • Kein Zugang von SequiSoft zum Web-Frontend der Kundeninstanz.

Zugriffskontrolle (Berechtigungen)

Sicherstellen, dass nur auf die der Berechtigung unterliegenden Daten zugegriffen werden kann.

  • Rollenbasiertes Berechtigungskonzept in der Weboberfläche; Rechte werden durch den Administrator des Verantwortlichen bzw. des Systemhauspartners vergeben.
  • Exportfunktionen nur für Benutzer mit ausdrücklich zugewiesenem Exportrecht.
  • Trennung von fachlichem Frontend-Zugriff (Systemhauspartner) und rein systemtechnischem Administrationszugriff (SequiSoft).
  • Kein bestimmungsgemäßer inhaltlicher Zugriff von SequiSoft auf Anwendungsdaten.

Trennungskontrolle

Getrennte Verarbeitung von Daten unterschiedlicher Auftraggeber.

  • Eine eigene, dedizierte Serverinstanz (VPS) mit eigener Anwendung und eigener Datenbank je Auftraggeber.
  • Keine gemeinsame Mandantendatenbank über mehrere Kunden hinweg — die Trennung erfolgt auf Instanzebene.
  • Trennung von Produktiv- und Testsystemen; der unverschlüsselte HTTP-Modus ist ausschließlich internen Testsystemen vorbehalten.

Weitergabe- und Transportkontrolle

Schutz der Daten bei Übertragung über öffentliche Netze.

  • Durchgängige TLS-Verschlüsselung aller Verbindungen über öffentliche Netze (HTTPS, Port 443).
  • SNMPv3 mit Authentifizierung und Verschlüsselung, soweit vom Endgerät unterstützt.
  • Optionale Mail-Kanäle ausschließlich mit SSL/TLS bzw. STARTTLS; Klartextverbindungen sind im Kundenbetrieb nicht zulässig.
  • Abruf über die SOAP-/WSDL-Schnittstelle TLS-verschlüsselt mit eigenem Schnittstellenkonto.
  • Ausschließlich ausgehende Verbindungen des Agenten; keine eingehenden Firewall-Freigaben in das Kundennetz erforderlich.
  • Maskierung sämtlicher E-Mail-Adressen (Platzhalter X) in Support-Logdateien vor Übermittlung an SequiSoft.

Vertraulichkeit ruhender Daten

Schutz der gespeicherten Daten vor unbefugtem Zugriff.

  • Keine separate Verschlüsselung ruhender Daten auf Datenträgerebene; der Schutz ruhender Daten ergibt sich aus der mandantengetrennten Einzelinstanz je Auftraggeber.
  • Zugriffskontrolle auf System- und Anwendungsebene (personalisierte Konten, Passwort-Hashes, optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung).
  • Physische und infrastrukturelle Absicherung der Datenträger durch die zertifizierten IONOS-Rechenzentren.

Eingabe- und Nachvollziehbarkeitskontrolle

Nachvollziehen, ob und von wem Daten eingegeben, verändert oder entfernt wurden.

  • Anwendungs-, Synchronisations- und Ereignisprotokolle auf Agent und Serverinstanz.
  • Ticket- und Änderungshistorie innerhalb der Anwendung.
  • Webserver-Zugriffsprotokolle der Serverinstanz.
  • Größenbasierte Logrotation mit fortlaufender Nummerierung, damit ältere Vorgänge nachvollziehbar bleiben.
  • Hinweis: Eine Protokollierung administrativer Systemzugriffe von SequiSoft erfolgt nicht, da diese über die Infrastruktur des Hosting-Providers laufen; die Absicherung erfolgt organisatorisch über die Beschränkung auf benannte Mitarbeitende und Verschwiegenheitsverpflichtungen.

Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Schutz vor zufälliger Zerstörung oder Verlust; Sicherstellung des Betriebs.

  • Betrieb in einem zertifizierten Rechenzentrum mit redundanter Strom- und Netzanbindung.
  • Überwachung der Datenzustellung mit automatischer Warnmeldung bei ausbleibenden Agentdaten.
  • Regelmäßige Betriebssystem- und Anwendungsupdates durch SequiSoft in den Varianten 1 und 3.

Wiederherstellbarkeit / Datensicherung

Rasche Wiederherstellbarkeit der Verfügbarkeit nach einem Zwischenfall.

  • Datensicherung kundenindividuell konfigurierbar: entweder auf einen vom Verantwortlichen bereitgestellten Speicherort oder auf den IONOS-Storage von SequiSoft.
  • Backup-Intervall und Aufbewahrungsdauer werden vom Verantwortlichen festgelegt; eine einheitliche Vorhaltezeit gibt SequiSoft nicht vor.
  • Wiederherstellung der Instanz aus der jeweils vereinbarten Sicherung im Störungsfall.

Datenminimierung und Pseudonymisierung

Beschränkung auf das für den Zweck erforderliche Maß.

  • Erhebung ausschließlich gerätebezogener technischer Betriebsdaten sowie der vom Verantwortlichen gepflegten Organisationsdaten.
  • Keine Verarbeitung von Druckaufträgen, Dokumentinhalten oder Zuordnungen von Druckvorgängen zu Personen.
  • Keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO.
  • Maskierung von E-Mail-Adressen in Support-Logdateien als Pseudonymisierungsmaßnahme.
  • Ausschließlich technisch notwendige Session-Mechanismen; keine Tracking- oder Analyse-Cookies.

Auftragskontrolle

Verarbeitung ausschließlich entsprechend den Weisungen des Verantwortlichen.

  • Auftragsverarbeitungsverträge nach Art. 28 DSGVO entlang der gesamten Verarbeitungskette.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag zwischen SequiSoft und der IONOS SE für die Hosting-Leistungen in den Varianten 1 und 3.
  • Verzeichnis der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter, auf Anfrage unter dsgvo@sequisoft.com erhältlich.
  • Schriftliche Vertraulichkeitsverpflichtung aller zur Verarbeitung befugten Personen.
  • Dokumentation des jeweils geltenden Betriebsmodells je Kundeninstallation.

Überprüfung und Evaluierung

Regelmäßige Kontrolle der Wirksamkeit der Maßnahmen.

  • Fortlaufende Pflege dieser Dokumentation mit nachvollziehbarer Versionshistorie.
  • Anpassung der Maßnahmen bei Änderungen an Architektur, Übertragungswegen oder Betriebsmodellen.
  • Bereitstellung der zum Nachweis erforderlichen Informationen an den Verantwortlichen auf Anfrage.

16.Umgang mit Datenpannen (Art. 33/34 DSGVO)

Meldeverfahren und Verantwortlichkeiten bei Sicherheitsvorfällen.

Tritt ein Sicherheitsvorfall auf, der zum Verlust, zur unrechtmäßigen Löschung oder zur unrechtmäßigen Offenlegung personenbezogener Daten führt (Datenpanne), informiert SequiSoft GmbH als Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen unverzüglich, sodass dieser seiner Meldepflicht an die zuständige Aufsichtsbehörde (Art. 33 DSGVO) und ggf. der Benachrichtigungspflicht gegenüber den betroffenen Personen (Art. 34 DSGVO) fristgerecht nachkommen kann. Ist SequiSoft GmbH selbst für die Datenpanne verantwortlich — etwa bei Vorfällen in den von SequiSoft GmbH betriebenen Systemkomponenten —, obliegt SequiSoft GmbH die Erfassung, Dokumentation und Meldung des Vorfalls; zuständige Kontaktadresse für die Meldung von Datenpannen ist in diesem Fall dsgvo@sequisoft.com. In allen anderen Fällen verbleibt die Gesamtverantwortung für die Meldung beim Verantwortlichen, der die von SequiSoft GmbH bereitgestellten Informationen in seine eigene Meldeprüfung einbezieht.

17.Beurteilung der Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO)

Einschätzung, ob für den Einsatz von SimpleClicks eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist.

Nach Art. 35 DSGVO ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat. Für den Einsatz von SimpleClicks liegen die dafür maßgeblichen Kriterien nicht vor: Es findet keine systematische und umfassende Bewertung persönlicher Aspekte statt, es werden keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO verarbeitet, es erfolgt keine systematische Überwachung öffentlich zugänglicher Bereiche und keine Verarbeitung in großem Umfang im Sinne des Erwägungsgrundes 91. Verarbeitet werden ganz überwiegend gerätebezogene technische Betriebsdaten sowie eine begrenzte Zahl vom Verantwortlichen gepflegter Organisations- und Kontaktdaten. Profiling, automatisierte Einzelfallentscheidungen nach Art. 22 DSGVO sowie eine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle Beschäftigter finden nicht statt; eine Verbindung zur Druckwarteschlange besteht nicht. Nach Einschätzung von SequiSoft GmbH ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung für den bestimmungsgemäßen Einsatz daher regelmäßig nicht erforderlich. Die abschließende Beurteilung obliegt dem Verantwortlichen, insbesondere wenn er SimpleClicks mit weiteren Systemen kombiniert, Geräte einzelnen Arbeitsplätzen personenscharf zuordnet oder die Liste seiner Aufsichtsbehörde („Muss-Liste") eine Folgenabschätzung vorsieht. SequiSoft GmbH unterstützt den Verantwortlichen bei einer Folgenabschätzung nach Art. 28 Abs. 3 lit. f DSGVO mit den erforderlichen Informationen.

18.Rechte der betroffenen Personen

Betroffene Personen haben das Recht auf Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten, auf Berichtigung unrichtiger Daten, auf Löschung, auf Einschränkung der Verarbeitung, auf Datenübertragbarkeit sowie auf Widerspruch gegen eine Verarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen. Zudem besteht ein Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde. Anfragen sind an den Verantwortlichen zu richten; SequiSoft GmbH unterstützt den Verantwortlichen bei der Beantwortung im Rahmen der Auftragsverarbeitung. Für Fragen zum Datenschutz erreichen Sie SequiSoft GmbH unter der Datenschutz-Kontaktadresse dsgvo@sequisoft.com. Ein Datenexport über das Web-Frontend ist möglich: Benutzer mit den entsprechend vom Administrator zugewiesenen Exportrechten können die im System gespeicherten Daten — einschließlich Ansprechpartner, E-Mail-Adressen und weitere verarbeitete Daten — in einem maschinenlesbaren Format exportieren. Die Berechtigung zum Export wird rollenbasiert durch den Administrator erteilt; ohne entsprechende Rechte ist kein Export möglich.

19.Hinweis für die Belegschaft

Formulierung zur Information der Beschäftigten des Verantwortlichen.

Zur Verwaltung der Druck- und Multifunktionsgeräte wird eine Software eingesetzt, die automatisiert technische Betriebsdaten der Geräte ausliest — insbesondere Zählerstände, Füllstände von Verbrauchsmaterialien und Störmeldungen. Diese Daten dienen ausschließlich der Abrechnung, der Materialversorgung und der Störungsbehebung. Die Software ist vollständig unabhängig von der Druckwarteschlange (Spooler) der Geräte; es besteht keinerlei Verbindung zu dieser. Druckaufträge werden nicht ausgelesen, mitgelesen oder gespeichert, und es wird nicht erfasst, wer was, wann oder wo druckt. Eine Verhaltens- oder Leistungskontrolle einzelner Beschäftigter ist mit dem System nicht beabsichtigt und technisch nicht möglich.

20.Legende: Personenbezug

Erklärung der drei Einstufungen und Übersicht, welche Datenfelder jeweils darunter fallen.

kein Personenbezug

Daten, die keiner natürlichen Person zugeordnet werden können — weder direkt noch durch Hinzuziehen weiterer Informationen. Reine Gerätedaten wie Hersteller, Modell, Firmwarestand oder Zählerstände, solange sie nicht mit einem Standort oder Ansprechpartner verknüpft sind.

Betroffene Datenfelder (7)

  • Hersteller, Modell, Seriennummer · Gerätestammdaten
  • Firmware-/Softwarestand, installierte Optionen · Gerätestammdaten
  • Verbrauchsmaterial- und Tonerfüllstände, Schachtfüllstände · Betriebs- und Verbrauchsdaten
  • Störmeldungen, Fehlercodes, Gerätestatus, SNMP-Traps · Betriebs- und Verbrauchsdaten
  • Technischer Agent-Zugang zum Server (Login/Passwort) · Benutzer- und Zugangsdaten
  • SNMP-Community-Strings bzw. SNMPv3-Zugangsdaten · Benutzer- und Zugangsdaten
  • Postfachzugang für Mail-Synchronisierung (POP3/IMAP) · Benutzer- und Zugangsdaten
mittelbar

Erst durch Kombination mit weiteren Informationen wird eine Person erkennbar. Beispiel: ein Zählerstand allein sagt nichts über eine Person — erst zusammen mit der Zuordnung zu einem bestimmten Arbeitsplatz oder Standort lässt sich ableiten, wer dort arbeitet.

Betroffene Datenfelder (6)

  • Geräte-IP-Adresse, MAC-Adresse, Hostname · Gerätestammdaten
  • Zählerstände (Gesamt, S/W, Farbe, Formate) · Betriebs- und Verbrauchsdaten
  • Kunde, Standort mit vollständiger Anschrift (Straße, PLZ, Ort), Gebäude, Abteilung, Raum/Kostenstelle · Organisations- und Kontaktdaten
  • Anwendungs- und Synchronisationsprotokolle · Protokoll- und Ereignisdaten
  • System-Ereignisse, Ticket-Historie, Änderungsverlauf · Protokoll- und Ereignisdaten
  • Support-Logdateien (Störungs- und Fehleranalysedaten) · Protokoll- und Ereignisdaten
direkt

Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer Person stehen wörtlich in den Daten — etwa hinterlegte Ansprechpartner oder Benutzerkonten der Weboberfläche. Man weiß sofort, um wen es geht.

Betroffene Datenfelder (4)

  • Ansprechpartner: Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer · Organisations- und Kontaktdaten
  • E-Mail-Adressen der Benachrichtigungsempfänger und Empfängergruppen · Organisations- und Kontaktdaten
  • Benutzerkonto der Weboberfläche: Login, Passwort-Hash, Rolle · Benutzer- und Zugangsdaten
  • Webserver-Zugriffsprotokolle (IP, Zeitstempel, Aufruf) · Protokoll- und Ereignisdaten

21.Glossar & Abkürzungen

Die im Dokument verwendeten technischen und datenschutzrechtlichen Begriffe in Kurzform.

Agent

Im Netzwerk des Kunden installierte Software, die die Geräte per SNMP ausliest und die Daten ausgehend an den Agent Manager überträgt.

Agent Manager

Serverseitige Anwendung, die die Agentdaten entgegennimmt, speichert, auswertet und über eine Weboberfläche zugänglich macht. Wird je Kunde auf einer eigenen Instanz betrieben.

AVV / Auftragsverarbeitungsvertrag

Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter, der Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung sowie die Pflichten des Auftragsverarbeiters festlegt.

Auftragsverarbeiter

Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen verarbeitet, ohne über Zweck und Mittel zu entscheiden.

DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung)

Verfahren nach Art. 35 DSGVO zur vorherigen Bewertung von Verarbeitungen, die voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene bergen.

MFP (Multifunktionsgerät)

Gerät, das Drucken, Kopieren, Scannen und ggf. Faxen in einem System vereint.

Personenbezug (direkt / mittelbar / kein)

Einstufung, ob sich aus einem Datenfeld unmittelbar, nur mit Zusatzwissen oder gar nicht auf eine natürliche Person schließen lässt (siehe Abschnitt Legende).

SNMP / SNMPv3 / SNMP-Trap

Netzwerkprotokoll zum Auslesen von Gerätedaten. SNMPv3 unterstützt Authentifizierung und Verschlüsselung. Ein Trap ist eine vom Gerät selbst ausgelöste Ereignismeldung.

SOAP / WSDL

Webservice-Standard, über den das ERP-System des Systemhauspartners Daten aus der Serverinstanz abrufen kann.

TLS / HTTPS

Transportverschlüsselung, die die Vertraulichkeit und Integrität der Daten während der Übertragung über öffentliche Netze sicherstellt.

TOM

Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO zum Schutz personenbezogener Daten.

Unterauftragsverarbeiter

Weitere Stelle, die vom Auftragsverarbeiter mit Teilen der Verarbeitung betraut wird — hier insbesondere der Hosting-Anbieter.

Verantwortlicher

Stelle, die über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet — im Regelfall der Kunde als Betreiber der Geräte.

VPS (Virtual Private Server)

Virtuelle Serverinstanz, auf der der Agent Manager eines einzelnen Kunden betrieben wird.

Zählerstand / Klickabrechnung

Vom Gerät gemeldeter Gesamtzähler gedruckter Seiten, aufgeschlüsselt nach Farbe und Format; Grundlage der vertraglichen Abrechnung.

22.Rechtlicher Hinweis

Diese Seite ist eine von SequiSoft GmbH gepflegte technische Beschreibung der Datenverarbeitung in SimpleClicks. Sie stellt keine Rechtsberatung, keine Zertifizierung und keine unabhängige Prüfung dar. Die endgültige Formulierung von Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsvertrag und Verarbeitungsverzeichnis obliegt dem jeweils Verantwortlichen und sollte rechtlich geprüft werden.

SequiSoft GmbH

Bergelchen Ort 28, 44339 Dortmund

dsgvo@sequisoft.com